Dieser Blog soll den Fortschritt unseres Bauvorhabens in Fehren (SO) dokumentieren. Wir bauen ein EFH in Holzelementbau zusammen mit der Firma Renggli AG Sursee. Das Haus wird im Minergie-Standard gebaut und soll zertifiziert werden. (Nachtrag Mai 2008: Minergie-Zertifizierung ist erfolgt, S0-239)

Mittwoch, 13. Juni 2007

Morgen des Aufrichte-Tages (12.06.2007)

Als ich um 7.15h auf der Baustelle angekommen bin, ist die Equipe mit ihrem Werkzeug und die ersten Elemente schon auf Platz (wann sind die Jungs losgefahren, geschweige denn aufgestanden...). Auch Mirjams Papi Jürg findet sich zu dieser frühen Stunde in Fehren ein. Wenig später treffen auch der Autokran und die Elemente für das EG ein. Der Kran wird ausgefahren (sehr eindrückliche Entfaltung!) und getestet - alles im grünen Bereich.







Um 8.30h wird das erste Aussenelement nach eindrücklicher Schwebephase sicher auf die Bodenplatte gestellt, es ist die Wand mit den drei Türen für in den Garten. Nach einer kurzen Fixierung wird schon die anschliessende Seitenwand vom Kran geliefert und von den Monteuren fachgerecht mit der schon stehenden Wand verschraubt und verkeilt. Die vier Aussenwände des EG's sind nach verblüffend kurzer Zeit gestellt worden. Danach werden die Masse überprüft und wo nötig korrigiert - mit dickem Gummihammer, Seilzügen, Hebeleisen und ähnlich grobschlächtigem Werkzeug (nein, bitte nicht unser Haus hauen ;-)











Nach den Aussenwänden folgen die Innenwände des EG's und danach des Statikers Liebling - der grosse Eisenträger. Bei diesen Elemenen kommt es anscheinend sehr auf exakte Passgenauigkeit an, das Zerren und Rupfen der Monteure nimmt aus Sicht des Laien scheinbar zu. Passt aber alles und das Zeug wird gestellt. Danach - es ist etwa 10.00h - folgen schon die Decken-/Bodenelemente, was auch mein Papi nach seiner Ankunft mit dem Töff miterlebt. So, das EG ist nun definitiv ein gedeckter Raum, man kann das zukünftige Wohnzimmer schon erahnen. Der Raum scheint nun auch viel grosszügiger als zu früheren Zeitpunkten (wir auf der nackten Bodenplatte stehend).



Das ganze geht so schnell, präzis und professionell vorwärts, dass man schnell vergisst, was halt auf der Baustelle alles schief gehen kann. Und so ist es auch ganz unerhofft zum Malheur gekommen. Das Treppenmodul ist geliefert worden und problemlos vom LKW auf die Garage umgeladen worden (Kran sei dank). Bei der Aufnahme der Treppe durch den Kran (an anderen Haltepunkten; das Modul muss ja stehend eingebaut werden, ist aber liegend geliefert und gelagert worden) hat's gekracht. Die Wand hat der Druckbelastung nicht standgehalten und ist gebrochen. Ich bin "not really amused" gewesen, der Montagechef aber auch nicht. Ich habe schon befürchtet, dass es nun heissen würde "das ganze halt bis neue Treppe...". Aber die Treppe ist intakt gblieben, der Schaden kann im eingebauten Zustand behoben werden. Glück gehabt! Der Einbau selbst gestaltete sich ebenfalls als äusserst kompliziert, das Geknorrze und Gezerre am Modul hat sich mir als sehr eindrücklich erwiesen. Schlussendlich hat's dann nach sicher einer halben Stunde geklappt. Die Treppe hat ihren Platz gefunden.

Während dieses Cabarets ist auch schon der zweite LKW mit den Elementen für das OG eingetroffen. Und punkt 12.00h ist die Equipe in ihre wohlst(!)verdiente Mittagspause ins Restaurant Hofer gefahren. Chappeau für diese tolle Leistung.

Nachmittag des Aufrichte-Tages (12.06.2007)

Kurz nach 12.00h ist auch Mirjam auf dem Bauplatz angekommen und hat nicht schlecht gestaunt, dass das habe Haus schon aufgestellt worden ist. Auch die zerstückelte Treppe hat sie nicht aus der Ruhe bringen lassen. Gut so.

Punkt 13.00h haben die Monteure wieder ihre Arbeit aufgenommen. Zuerst haben sie letzte Fxierungsarbeiten an der Geschossdecke EG-OG vorgenommen, und zwar mit einem Pressluft-Tacker mit etwa 5cm langen Klammern. Kurz darauf ist es schon losgegangen mit der Montage der oberen Aussenwände.

Schon ein paar Minuten später hat uns auch unser Projektberater Thomas Erni - er hat uns damals das Haus verkauft - einen Baustellenbesuch abgestattet. Wir haben diese Geste jedenfalls sehr geschätzt und haben ihn gerne wieder einmal getroffen (das nächste Mal wird dann wohl die abschliessende Baubesichtigung für Interessenten sein - wir freuen uns darauf).







Danach sind auch schon bald die Innenelemente für das OG eingebaut und ohne weitere Zwischenfälle die Geschossdecke OG aufgesetzt worden. Die Balancier- und Kletterkünste der Zimmerleute - vor allem des einen - haben uns Zuschauer schwer beeindruckt. Nun haben wir das erste Mal unseren zukünftigen ersten Stock gedeckt erlebt. Das sieht ja schon ganz gut aus, und die Aussicht ist phänomenal.





Zu guter letzt (nach einer knapp zehn minütigen Pause der Mannschaft) ist der Firstbalken und die Sparren sowie die Wandelemente des Dachstocks montiert worden. Dieser Aktion hat auch mein Mami zugeschaut. Nachdem das Dach dann soweit war, haben die Zimmerleute das Haus mit einer riesigen Plastikplane abgedeckt (sozusagen als Regenschutz). Zur selben Zeit hat der Kranführer seinen Autokran wieder eingefahren und reisefertig gemacht.

Die Equipe ist um ca. 17.45h in Fehren von der Baustelle losgefahren. Ein extrem langer Arbeitstag mit schwerer körperlicher Arbeit geht in seine letzte Phase (Rückfahrt ins Luzernische) - ich wäre nach einer solchen Leistung wohl reif für die Insel (schon nur vom Zusehen bin ich am Abend ziemlich "fertig").

Ein GROSSES DANKE an das Renggli-Montageteams für die tolle Arbeit !!!



Montag, 11. Juni 2007

Vorabend der Aufrichte (11.06.2007)

Obwohl die ganze letzte Woche baumässig nichts gelaufen ist, erlaube ich mir einen letzten Eintrag vor der Lieferung des Hauses. Es ist nämlich morgen definitiv so weit, das Haus wird geliefert und aufgestellt.

Gestartet wird um 7.30h mit dem Auffahren des Autokrans. Ab 8.00h folgt dann angeblich die erste Ladung mit Hauselementen und ab 8.30h wird montiert.

Wir sind sehr gespannt und auch mehr oder weniger nervös...

Sonntag, 3. Juni 2007

Gerüst bereit (03.06.2007)

Heute haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind auf die Baustelle gefahren. Dort wäre eigentlich alles (?) bereit, um morgen mit der Aufrichte zu starten. Der Kran und das restliche Material vom Baumeister ist weg und das Gerüst um die Bodenplatte ist gestellt. Die Elemente könnten also geliefert werden, und sogar der Autokran wird irgendwo seinen Platz finden.

Die Aussicht von weiter oben ist grandios, da kann man sich schon auf den Balkon freuen. Auch wirkt das Gerüst schon ein wenig wie Wände und lässt ein Raumgefühl doch zumindest erahnen. Es wirkt schon grosszügiger, als wenn rings um die Bodenplatte keine sichtbare Abschrankung zu sehen ist.

Ist nun einach zu hoffen, dass der neue Termin am Dienstag in einer Woche (12.06.) eingehalten werden kann.







Donnerstag, 31. Mai 2007

Erste Enttäuschung (31.05.2007)

Heute wäre eigentlich ein Besuch in Fehren vorgesehen gewesen, das Telefon von unserem Bauleiter Roland hat mir aber die Lust auf einen Fehren-Besuch mit einem Schlag genommen. Der geplante Aufrichte-Termin vom 4./5.6.2007 kann nicht eingehalten werden, da das Renggli-Montageteam (jener Trupp, der die Häuser aufstellt) in Verzug ist. Neuer Termin ist der Dienstag, 12.06.2007, eine Woche später. Hoffen wir, dass es zumindest dann klappt.

Das ist doch wirklich ein Sch*** und ziemlich demotivierend, vor allem die extreme Kurzfristigkeit dieser Terminverschiebung darf doch eigentlich nicht sein und wirkt nicht sehr professionell. Wir (vor allem Mirjam) haben unsere geschäftlichen Termine alle im Hinblick auf diesen 04.06. geplant. Auch Roland scheint von dieser LastMinute-Botschaft überrascht worden sein, sind doch sämtliche benötigten Handwerker alle mit Meilenstein 04.06. eingeplant und beauftragt.

Wir hoffen nun, dass dies der einzige Misserfolg von Renggli bleibt, und dass der geplante Einzugstermin im September 2007 gehalten werden kann.

Sonntag, 27. Mai 2007

Baumeister - Hinterfüllung (27.05.2007)

Heute sind wir zusammen nach Fehren gegondelt und haben uns über den Stand auf der Baustelle schlau gemacht. Der "Mauerfortsatz" links der Garage ist erstellt, die Hinterfüllung ums Haus herum ist ebenfalls gemacht worden. Endlich kann man vom zukünftigen Garten direkt auf die Bodenplatte steigen, zudem sind die Erdhaufen auch merklich weniger geworden.

Gestern sind wir in Nottwil (LU) das Garagentor aussuchen gegangen. Es wird ein Hörmann-Sektionaltor mit Elektroantrieb geben - im selben Anthrazit-Farbton (RAL 7016) wie die Fenster.









Samstag, 26. Mai 2007

Werksbesichtigung - Produktion unseres Hauses (25.05.2007)

Gestern haben wir einen weiteren grossen Meilenstein unseres Hausbaus erreicht. Wir sind bei Renggli AG in Schötz (LU) die Produktion unseres Hauses anschauen gegangen. Nebst uns beiden sind noch Miris Eltern und mein Papi dabei gewesen. Die Führung hat der Holzbau-Projektleiter unseres Baus, Herr Ambühl, durchgeführt.

Zuerst haben wir die Planung des Holzbaus auf CAD bewundern dürfen. Verschiedenste Layer (EG, OG, Wände nur Holzgerüst, Wände mit Beplankung, einzelne Elemente) sind da ein- und ausblendbar. Auch ein 3D-Modell des Holzgerüsts hat Herr Ambühl uns gezeigt.

Dann endlich sind wir in die Produktionshalle gegangen, wo an diversen unterschiedlichen Arbeitsstationen unser Haus produziert worden ist. Angefangen mit dem Zuschnitt der Balken und der Holzplatten über die Assemblierung der einzelnen Aussen- und Innenwände bis zur Verladung auf die LKW-Anhänger haben wir uns alles anschauen können. Und die grösste Freude ist, dass unsere gewählte Hausfarbe sensationell ist (das Rot auf den Fotos stimmt nicht mit der Realität überein!).

Es war wirklich sehr spannend und unsere Freude war sehr gross. Die einzige Kritik an der Besichtigung ist von Mirjam gekommen: Der Besichtigungs-Ablauf sei auf Männer abgestimmt(chronologisch entlang des Prozesses). Vor dem ganzen technischen "Klim-Bim" am Computer (O-Ton Mirjam) hätte sie als Einstieg gerne als Allererstes einen kleinen Blick auf unser Haus geworfen.

Nun geht es aber mit Riesenschritten auf den Aufrichtetermin am 4./5. Juni zu. Das gibt ein paar spannende Tage!













Dienstag, 22. Mai 2007

Baumeister - Garage fertig (22.05.2007)

Nachdem über Auffahrt (inklusive Freitag) nicht mehr gross weitergearbeitet worden ist, habe ich heute Abend wieder einen kleinen Kontrollbesuch in Fehren gewagt. Und siehe da, die Garagendecke ist soweit fertig gegossen, inklusive den "Abschlüssen" für den Humus, der dann mal auf die Garage zu liegen kommen soll. Die Aussicht von der Garage ist toll, dort wird ja dann der Garten zu liegen kommen.

Auch ist die Mauer vorne links bei der Garage in ihrer Entstehung. Zudem sind drei Lichtschächte montiert und die restlichen stehen zur Montage bereit. Die Sickerleitung ums Haus ist ebenfalls schon fast komplett mit Schroppen bedeckt, teilweise ist das Flies auch schon drübergelegt.

Heute in zwei Wochen wird das Haus schon stehen - vorausgesetzt das Wetter spielt dann nicht verrückt. Das kann man sich ja kaum vorstellen.









Mittwoch, 16. Mai 2007

Baumeister - Schalung Garagendecke (15.05.2007)

Heute haben wir uns auf der Baustelle mit zwei Vertretern der Fehrener Baukommission und unserem Bauleiter Roland getroffen, um die geplante Mauer auf der Strassenseite zu besprechen. Sie darf ja nur 50cm hoch ausgeführt werden, der aufgeführte Grund der Baukommission ist Sicherheit beim Rausfahren. Damit können wir gut leben, es lässt sich auch so etwas sinnvolles und optisch ansprechendes erstellen.

Die Garagendecke ist nun ziemlich fertig geschalt und wird noch diese Woche gegossen. Der 4. Juni als Hausliefer-Termin ist nun so gut wie definitiv. Ende nächster Woche wird unser Haus (der Holzbau) im Werk der Renggli AG in Schötz gebaut, das werden wir uns ansehen. Der Einzug im September 2007 rückt ebenfalls näher und näher...



Sonntag, 13. Mai 2007

Baumeister - Wände Garage zum zweiten (12.05.2007)

Die Garage hat jetzt fast sämtliche Wände erhalten - ein Teil davon ist aber noch geschalt. Der "Deckel" soll dann in der kommenden Woche betoniert werden. Die Hausproduktion und -Lieferung rückt näher und näher....





Donnerstag, 10. Mai 2007

Baumeister - Wände Garage (10.05.2007)

Es ist schon ein besonderes Gefühl, das erste Mal auf dem Boden des zukünftigen Wohnzimmers zu stehen und sich das Drumherum vorzustellen. Uns beiden ist es im ersten Moment ein wenig klein vorgekommen. Aber nach einem Weilchen der Angewöhnung hat man sich an die Dimension gewöhnt - es wird recht grosszügig sein. Die vielen Rohre sind nun auch gut versteckt und auf den ersten Blick an den richtigen Orten aus dem Boden kommend.

Der Keller ist nun ein richtiger Keller, zwar stellenweise noch nass (vor allem mein Cinema!) und mit Metallstützen durchzogen. Die Räume sind aber insgesamt schön gross und bieten viel Platz zum Basteln, Abstellen und Cinema einrichten.

Die Garage wird wohl sehr gross ausfallen, da haben zwei Autos nebst mindestens einem Töff und Velos locker Platz. So soll es ja auch sein ;-) Auch sind wir sehr froh, dass uns unser Bauleiter Roland den Durchgang von Garage zu Keller von Anfang an mit Nachdruck empfohlen hat.









Baumeister - Keller fertig / Start Garage (08.05.2007)

Bei nicht allzu schönem Wetter ist wieder einmal die abendliche Fahrt von Basel nach Fehren angestanden. Und immer noch ist zu vermelden: Es geht voran. Die Kellerdecke ist soweit fertig, bei der Garage ist die Bodenplatte frisch gegossen worden.

Dank des doch eher schlechten Wetters hat der Beton ein improvisiertes Zelt erhalten, welches mit lautem Getöse im starken Wind flattert.





Samstag, 5. Mai 2007

Baumeister - Vorbereitung Kellerdecke (05.05.2007)

Bei strömendem Regen sind wir heute nach Fehren gefahren, um die Baustelle zu inspizieren. Schon bei der Ankunft haben wir gesehen, dass die Decke noch nicht (wie ein wenig gehofft) gegossen ist.

Mich hat der Schlag fast getroffen, als ich in den Keller reingegangen bin: eine Tropfsteinhöhle der gröberen Sorte (man hat es schon bei der Annäherung akustisch wahrnehmen können). Mirjam hat es hingegen noch ganz witzig gefunden und sich über die zukünftige Treppe und das Wasser-Geplätscher gefreut. Am schlimmsten schaut hingegen mein zukünftiges Home-Cinema drein: ein paar Centimeter Wasser am Boden **grrrr**

Dafür sind die Schalung, Armierung und die ganzen Rohre (Elektro, Wasser, Lüftung, Staubsauger) ziemlich weit fortgeschritten. Dies haben wir zuerst mit der Leiter gesehen, dann haben wir uns doch noch für die Montage der Gummistiefel entschieden und haben das ganze von oben begutachtet. Wir hoffen, dass die Kellerdecke in den nächsten Tagen gegossen wird.











Donnerstag, 3. Mai 2007

Baumeister - Beginn Schalung Kellerdecke (03.05.2007)

Nachdem das verlängerte 1.Mai-Wochenende auch für uns beendet ist und wir wieder zur Arbeit gegangen sind, hat auch der Baumeister-Trupp den Weg zurück nach Fehren gefunden.

Die Kellerdecke besteht nun aus dem ersten Teil der Schalung, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann. Es stellt sich schon das erste Mal ein wenig ein Raumgefühl ein, dies wird aber von den vielen Stahlstützen doch ein wenig getrübt.